Bessarabische Kochkunst

Bessarabische Kochkunst-Strudelteig

 

 

 

 

 

Bessarabische Kochkunst, Dozentin: Christa Hilpert-Kuch

Bessarabische Küche

Bessarabische Kochkunst in der Kreisvolkshochschule Verden/Aller.                Eingeladen zu diesen Kochkursen am 20. Februar und am 6. März 2018 sind alle, die Gerichte aus der Siedlerzeit der deutschen Kolonisten am „Schwarzen Meer“ ausprobieren möchten. Besonderes für  die bessarabiendeutschen Nachkommen-insbesondere die Enkelkindergeneration-bietet sich hier die Gelegenheit die Esskultur ihrer Vorfahren kennenzulernen und nachzukochen.  Bessarabische Kochkunst.

Anmeldung unter: Kreisvolkshochschule Verden Tel. 04231/ 15-119, – 140,  Fax 04231-15-170 oder per Mail: kreisvolkshochschule@landkreis-verden.de  https://www.facebook.com/christa.hilpert.7

Bessarabische Spezialitäten wurden von den Einwanderern aus Deutschland mitgebracht und mit der Küche ihrer Nachbarn vor Ort in ihrem Vielvölkerstaat ergänzt und abgewandelt. Zu diesen Spezialitäten gehören z. B. Strudla, Knöpfla, Dampfnudla, Stierum, Grünborscht, Krautborscht, Krautsalat, Kichla und selbstgemachte Nudla.

Mit einer gemeinsamen Zubereitung bekannter bessarabischer Spezialitäten dürfen wir zusammen Bessarabien erschmecken und so einiges über die Koch- und Lebensgemeinschaften der deutschen Kolonistenfrauen erfahren. Die Küche der Bessarabiendeutschen unterlag mehreren Einflküssen. Sie entwickelte sich wie bereits erwähnt aus den aus Deutschland mitgebrachten Rezepten.

Später übernahm man durch die Nachbarschaft zu anderen Nationalitäten deren Gerichte oder wandelte sie ab. Bestimmt war die Küche von landestypischen Früchten, zum Beispiel Paprika, Wassermelonen u. v. m. Als Nationalgericht gilt das Mehl- und Kartoffelgericht Strudla, das auf bulgarische Siedler in Bessarabien zurückgeht.

Ein weiteres sehr bekanntes Gericht sind Krautwickel (Kaluschke, Holubzi) das von Ukrainern stammt. Bekannt waren auch Dampfnudeln, Pfeffersoß und gefüllte Paprika. Borscht mit „roter Bete oder der Grünborscht und eine weitere Abwandlung je nach Jahreszeit der Krautborscht wurden von den Russen und Mamaliga von den Rumänen übernommen.

Als Beilage gab es besonders in den Wintermonaten eingelegtes, wie Tomaten, Paprika, Melonen,  und Salzgurken mit viel Knoblauch und anderen bessarabischen Gewürzen. In besonderem Maße wurde Eingelegtes in der beliebten Salzlake bevorzugt.

Deftig, schmackhaft und einfach, so zutreffend könnte man die Bessarabien-Deutsche-Küche bezeichnen. Die Kolonistenfrauen hatten in Haus und Hof vielfältige Aufgaben und waren einem straffen Zeitmanagement untergeordnet.  Die ersten Kochkurse wurden erstmals von mir im Jahre 2016 unter: www.bessarabien.blog     angekündigt.