Odessa Zeitung -swesen hob das Schulniveau in den Kolonistendörfern

 

Ehemaliger und heutiger Schulhof der Brienner Schule

Odessa Zeitung -swesen hob das Schulniveau in den Kolonistendörfern

(Fortsetzung vom 31. Mai 2018)

Mit einer Anzahl stattlicher  Kolonistenschule n der Deutschen in Russland (um 1914 zu Beginn des 1. Weltkrieges) hatte sich das Schulsystem bedeutend positiv verändert. Durch neueste Arbeitskonferenzen erweiterte sich das Wissen der Lehrerschaft in Pädagogik, Psychologie und Methodik und die stetig anwachsende Zahl an Lehrkräften mit solider Fachausbildung und weitaus besserer Ausrüstung sorgte dafür, dass ein jedes Kind in einzelnen Fächern über ein eigenes Lehrbuch verfügten konnte. Büchereien mit klassischen Werken, Fachliteratur und Schriften hielten nahezu in allen Schulen Einzug.

 

Gelungene Entwicklung des Schulwesen durch die Odessaer Zeitung

Der große Aufschwung des Schulwesens der vergangenen Jahrzehnte war in hohem Maße auf die Berichterstattung der Odessaer Zeitung mit Veröffentlichungen über pädagogische Themen und Hinweise auf vorhandene Mängel im äußeren und inneren der Schulen zurückzuführen

Ebenfalls wurde eine Monatszeitung „Das NEUE SCHULBLATT aufgelegt. Aber von der russischen Regierung schon nach dem Erscheinen des sechsten Heftes verboten.

Ein alter Ofen aus der Kolonistenzeit in der Brienner Schule

Die schlimmste Zeit der Schulen sollte während des I. Weltkrieges mit dem Schließen sämtlicher Schulen gewesen sein. Die Lehrerschaft wurde ebenfalls neben den wehrpflichtigen Männern einberufen. Ein privater Schulunterricht wurde untersagt.
Absolventinnen der Oberschulklassen unterrichteten die Kinder ihrer besorgten Mütter heimlich im Lesen und Schreiben. Allerdings immer auf der Hut vor Kontrollen zaristischer Polizisten in den Dörfern.

Autonomes Bessarabien nach dem ersten Weltkrieg

Von allen Rußlanddeutschen abgeschnitten erfolgte für die Bessarabiendeutschen nach dem Ende des I. Weltkrieges die Angliederung an Rumänien und der völkische Zusammenschluss der Deutschen in Rumänien.                                Tiefe Einschnitte waren die Folgen.

Alle Volksschulen und Schulgebäude wurden verstaatlicht und die Lehrer fortan rumänische Beamte. Mit der Weigerung vieler Lehrer sich als Staatslehrer verschiedenen Prüfungen zu unterziehen, wechselten viele in andere Berufe und wurden Bauern, Kaufleute oder blieben als Küster im Dienste der Kirchengemeinde.

Die deutsche Sprache durfte in den ersten Jahren, zur Freude der Bessarabiendeutschen, als Unterrichtssprache beibehalten werden.

Der rumänische Staat übernahm im positiven Sinne die Lehrergehälter und entlastete somit die Gemeindekassen der Kolonistendörfer.

Ein Blick in eines der heutigen Klassenzimmer der Brienner Schule

Durch weitere Einstellungen von Lehrkörpern verringerten sich die Schülerzahlen in den Klassen deutlich bis zum Jahre 1924. Erst dann konnte das neu verfasste Schulgesetz mit Lehr- und Stoffverteilungsplänen mit einem festen Rahmen in Kraft treten.

Im Schuldienst belassen und in den beamteten Staatsdienst übernommen wurden die Lehrer welche rumänische Sprachlehrgänge mit dem Ablegen einer Zulassungsprüfung absolvierten..

Vorerst war die deutsche Sprache für einige Zeit gerettet. Jedoch schon bald erfolgte die Auflage, bis auf ein Fach in deutscher Sprache alle übrigen Fächer in rumänischer Sprache zu lehren.

Wie es weiter ging?  Fortsetzung folgt!

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